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Am 19.01.2017 machten Magda und ich zum ersten Mal einen Hubschrauberflug über Kauai, auch die “Garteninsel” Hawaii’s genannt. Wir erhofften uns grandiose Ausblicke über die wilde Napali Coast im Westen der Insel, die “von außen” in ihrer vollen Pracht nur von einem Boot aus zu sehen ist.

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Tipps zur Auswahl des Veranstalters

Hughes 500Bei der Suche nach einem Veranstalter habe ich nicht nur eine Übersicht über Crashes in der Vergangenheit in die Entscheidung einbezogen, sondern auch den Preis, die tatsächliche Flugdauer, die Flugroute und selbstverständlich die Erfahrung der Piloten. Meine Wahl fiel dabei auf Jack Harter Helicopters. Der Preis war zwar nicht der günstigste, aber dafür hat man die Wahl, einen fenster- und türlosen Hughes 500 Hubschrauber zu wählen, mit dem man noch näher am Abenteuer dran sitzt. Noch dazu dauert der Hubschrauberflug dann 60-65 Minuten und nicht 50-55 Minuten wie bei anderen Anbietern.

Tipp: unbedingt einen Hubschrauber ohne Fenster und Türen wählen, wenn Ihr die Möglichkeit habt! Nicht nur, dass das Erlebnis noch unvergesslicher wird, weil einem der Wind direkt um die Nase weht, sondern weil man auch viel schönere Fotos knipsen kann, denn es sind keine störenden Spiegelungen im Bild zu sehen.

Welche Kleidung beim Hubschrauberflug?

Für den Flug sollte man gut vorbereitet sein: uns erwarteten Fluggeschwindigkeiten von bis zu 120 mph (ca. 190 km/h)  in Höhen, in denen es auch mal regnen kann und der Wind einem sehr frisch ins Gesicht weht. Daher entschlossen wir uns, lange Hosen (Outdoor-Treckinghosen), einen Pullover, darüber eine Regenjacke (als Regen- und Windschutz) und feste Schuhe (Turnschuhe oder Wanderstiefel) anzuziehen. Ein Halstuch ist auch nicht verkehrt.

Wissenwertes für gute Fotos

Was Foto-Ausrüstung betrifft, so habe ich mich für ein Weitwinkel-Objektiv entschieden. In der Luft wird man in der Regel meist nur zwischen 24 mm und 35 mm Brennweite nutzen, denn sonst sieht man im Foto oben den Rotor und unten die Kufen des Hubschraubers. Ein Teleobjektiv wäre manchmal zwar wünschenswert, ist aber viel zu anfällig für Verwackelungen und auch platzmäßig wenig geeignet, denn der Hughes 500 ist in der Beziehung etwas eingeschränkt.

Die Kamera-Einstellungen sollten den Flug- und Wetterbedingungen angepasst werden. Wichtig ist eine sehr kurze Belichtungszeit, denn der Hubschrauber wird teils ganz schön durchgeschüttelt, wenn er von einer Windböe erfasst wird. Daher empfehle ich eine Belichtungszeit von maximal 1/1000 Sekunde oder noch weniger, damit das Foto nicht durch Bewegungsunschärfe unbrauchbar wird. Aufgrund der Entfernung zu den Motiven ist eine Blende von f/5.6 bis f/13 meist ausreichend ohne dass Teile des Fotos unter mangelnder Tiefenschärfe leiden. ISO sollte ja sowieso immer so eingestellt werden, dass das Foto nicht zu sehr verrauscht – was sehr von der Qualität der Kamera abhängt und weshalb ich hier keine allgemeine Empfehlung abgeben kann. Zuletzt schadet es nicht, die Serienaufnahme in der Kamera zu aktivieren, da man nicht immer bei der ersten Auslösung das beste Foto vom Motiv aufnimmt. Hier ist allerdings eine Speicherkarte mit großer Kapazität Pflicht!

Trotz allem sollte man natürlich nicht vergessen, den Ausblick zu geniessen und sich nicht den ganzen Flug über nur mit der Kamera zu beschäftigen.

Fasten your seatbelts!

Nicht ganz so schnell! Vorab noch der Check-in inklusive Wiegen aller Passagiere, um die Sitzverteilung zu optimieren, eine kurze Sicherheitseinweisung und dann wurden wir schon im Shuttlebus zum Flughafen gebracht. Dort bekommt man eine Schwimmweste umgebunden für den eher unwahrscheinlichen Fall, dass man mal im Meer landen muss. Während der Hubschrauber aufgetankt wird, gibt es letzte Anweisungen, man wird vom Personal in den Hubschrauber geleitet, angegurtet – und dann kann es auch schon losgehen.

Magda und ich hatten das Glück, hinten nebeneinander zu sitzen. Die Plätze vorne waren (von links): für den Pilot, ein Notsitz in der Mitte und ein weiterer vollwertiger Platz. Zwar konnten wir nicht unmittelbar nach vorne schauen, aber dafür hatten wir mangels Fenster und Türen einen herrlichen Ausblick auf die Landschaft neben uns. Ausserdem flog Cliff (unser Pilot) öfter mal seitlich an einzelne Spots heran, so dass jeder auf seine Kosten kam und den vollen Ausblick geniessen konnte. Zusätzlich versorgte er uns über das Headset den ganzen Flug über mit Informationen, was sich gerade unter uns befand und welche Geschichten es dazu gibt.

So, nun aber genug über die Details geschwafelt, hier endlich die Fotos die ich in der Luft geknipst habe. Viel Vergnügen beim Anschauen!

Ready to take off!

Geschrieben von:

Software Entwickler, selbst ernannter Director of Photography (Foto, Film, Time-Lapse). Kocht leidenschaftlich gerne, liebt gutes Essen und Magda.

3 Kommentare

  1. Grandiose Bilder,lieber Oli!! In offenen Heli zu fliegen verlangt auch Mut,aber wie du geschrieben hast,man hat keine Scheiben vor der Nase und das Gefühl richtig zu fliegen und den Wind im Gesicht zu spüren, ist sicher einmalig!
    Einige Bäume sehen von oben wie die Broccolis aus! Die Küstenlandschaft hat mich sehr beeindrückt mit seinen schroffen ,braunen Felswänden und dem blauen Wasser als Kontrast.
    Wir hoffen,ihr habt gut geschlafen danach!
    LG Alexandra und Peter

  2. Paradiesisch schön! Möchte man da überhaupt noch abreisen?
    Na denn: weiterhin eine tolle Reise in die Welt :-))