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Nach der Bergerfahrung am Mt. Cook führte unsere Reise weiter nach Süden in die Region “Southland”, konkreter durch die “Catlins”. Mit unserem Paru sind wir mittlerweile sehr eng verbunden. Er erweist uns weiterhin geduldig seine Dienste und ist unser gemütliches (manchmal etwas enges) Zuhause 🙂 . Auch wenn wir kürzlich unterwegs an einer Tankstelle in Oamaru liegen geblieben sind und feststellen mussten, dass die Batterie es nun wirklich nicht mehr weiter macht… Aber alles kein Problem! Eine Werkstatt war direkt um die Ecke und ein netter und hilfsbereiter Mechaniker hat uns innerhalb von 15 Minuten eine brandneue Batterie eingebaut, so dass Paru nun wieder mit voller Kraft fahren kann.

Die Catlins: Schafe, Schotter, Steppe und Strand

Hier entdeckten wir eine ganz andere Seite der Südinsel und uns hat es im windigen Southland unglaublich gut gefallen. Die Catlins sind ein steppenartiger, wilder und vor allem durch Schafzucht geprägter Landstrich und überwiegend über Schotterstraßen zu befahren. Das Wetter dort ist oft noch rauer als auf der restlichen Südinsel, die Gegend ist (abgesehen von den vielen Schafen) recht dünn besiedelt. Landschaftlich erinnerte uns das alles sehr an Irland oder zum Teil auch an Holland. Für die gesamte Region hatten wir zwei Tage eingeplant und mit Hilfe einer kleinen Übersichtskarte die für uns interessantesten Punkte abgefahren.

Übersichtskarte Catlins
Diese Karte hat uns bei der Fahrt durch die Catlins sehr geholfen, auch wenn der Maßstab manchmal nicht ganz korrekt war 😉

Sonnenaufgang am Nugget Point

Nach einer stürmischen Nacht am Kaka Point machten wir uns auf zum malerischen Nugget Point Leuchtturm. Diesen malerischen Aussichtpunkt wollten wir unbedingt zum Sonnenaufgang sehen… leider machte uns das Wetter einen kleinen Strich durch die Rechnung und die ersehnte Sonne versteckte sich hinter dicken grauen Wolken. Die Stimmung war aber dennoch wunderbar. Wir mögen die besondere Stimmung kurz bevor die ersten Anzeichen von Tageslicht am Horizont sichtbar werden und wie das Meer zu dieser Tageszeit seine Farbe verändert. Zudem tummelten sich duzende Seelöwen im Wasser an der Küste! Auch wenn es immer stürmischer wurde, hatten wir viel Zeit zum genießen und fotografieren, da es für die meisten Touristen noch zu früh war.

Purakanui Falls und McLean Falls: Immer wieder diese Wasserfälle…

Wir fragen uns auf dieser Reise immer wieder, was an Wasserfällen eigentlich so toll ist und warum sie häufig als Touristenattraktionen herhalten müssen? Manchmal ertappen wir uns dabei fast schon gelangweilt wieder “so einen” Wasserfall zu besichtigen. Aber vor allem für Fotografen bieten diese Naturschauspiele unzählige Möglichkeiten der Inszenierung und so war ich ziemlich geflasht von den Ergebnissen, die mir Olli am Abend zeigte. Insbesondere Aufnahmen mit längerer Belichtungszeit ließen das fließende Wasser verschwimmen und zeigten eine fast märchenhafte Szenerie. Die Wasserfälle hier in den Catlins lagen zudem auch noch in zauberhaften Wäldern. Dieses Grün!!! So waren wir dann am Ende sehr froh, auch diese Wasserfälle besucht zu haben. Zumal uns das regnerische Wetter besonders viel Wasser und gutes Fotolicht beschert hatte.

Curio Bay und Waipapa Point

Bei einer Fahrt durch die Catlins, gehört der Abstecher in die Curio Bay unbedingt dazu. Hier hatten uns schon viele andere Traveller von Delfinschulen und Pinguinkolonien nah am Strand berichtet. Die seltenen Hektor Delfine leben dort in der Bucht und werden sehr streng geschützt. Da diese Delfinart aber besonders verspielt und neugierig ist, kommen die Kleinen von sich aus zu Schwimmern und Surfern in die Bucht. Das muss ein tolles Gefühl sein mit Delfinen in freier Wildbahn zu schwimmen, dachten wir uns. Also nichts wie hin! Aber auch hier begrüßte uns Curio Bay leider mit einer suboptimalen Wetterlage fürs Delfinschwimmen. Ein Sturm von über 70 km/h Windgeschwindigkeit fegte über die Küste und uns fast mit weg 😉 . Keine Spur von Delfinen oder Pinguinen, dafür Seelöwen (denen das miese Wetter wohl gar nix ausmachte!) Ein riesiges Weibchen lag seelenruhig am Strand rum und lies sich den Wind um die Nase pfeiffen. Wir konnten mit der Fahrt durch die Catlins die raue Seite Neuseelands hautnah erleben und Delfine werden sich schon noch zeigen…

Geschrieben von:

Unheilbar vom Reisevirus befallen. Seit 2006 habe ich sehr viel meiner freien Zeit während des Studiums damit verbracht, die Welt zu bereisen. Nach über 5 Jahren arbeiten in der digitalen Branche, geht's endlich wieder los in ein neues Reiseabenteuer und eine Auszeit vom Job.

Ein Kommentar

  1. Bin ich etwa die erste????
    Märchenwälder mit Riesenfarnen und Moss.Toll! Der Stürmische Wind hat was.Wenn der Mensch jetzt abheben und fliegen konnte! Abheben -vielleicht aber fliegen…hmm.
    Danke für die wunderschöne Bilder und Berichte .
    Liebe Grüße!!